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Bürgerinitiative NOT ist jetzt ein Verein

Hemsbach. Zur Gründung des Vereins „Natur oder Transversale“ (NOT) haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative NOT am vergangenen Freitag um 20.00 Uhr, im Gemeindesaal in Hemsbach versammelt. Zu Beginn der Veranstaltung diskutierten die anwesenden Mitglieder der Bürgerinitiative den Entwurf einer Satzung, der im Verlauf der Versammlung einstimmig als Vereinsverfassung beschlossen wurde.

 Zweck des Vereins ist der Erhalt der Lebensqualität für Mensch und Natur in der Region Odenwald-Bauland. Dies soll insbesondere durch Förderung des Umwelt- und Landschaftsschutzes und durch den Einsatz für die Förderung von Naherholungsräumen verwirklicht werden. In diesem Zusammenhang will sich der Verein auch für die Reduzierung des Straßenverkehrs und die damit verbundenen Belastungen für die Umwelt einsetzen. Hierbei gilt es auch den Neubau der Transversale zwischen Eberstadt und Adelsheim zu verhindern. Der Vereinsvorstand besteht aus sieben Mitgliedern. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Peter Watzal aus Hemsbach gewählt. Wolfgang Beckert, Adelsheim begleitet das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Schriftführer ist Christian Granitzer und Vereinskassierer ist Alfred Blatz. Zu Beisitzern wurden Bernd Albrecht, Thomas Seibert und Wolfgang Wachter gewählt. In den kommenden Tagen will man die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Adelsheim beantragen. Als weiterer Schritt wird die Anerkennung des Vereinszwecks als gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung durch das Finanzamt Mosbach angestrebt.

Der Verein "Natur oder Transversale" sucht  aktive und moralische Unterstützer. Wenn Sie gegen die geplante Trasse im Odenwald sind, laden wir Sie ein, sich uns anzuschließen. Werden Sie Mitglied im neu gegründeten Verein. 
Hier unser Mitgliedsantrag. Weiters kann hier unsere Vereinssatzung eingesehen werden.

Nach den Wahlen übernahm der frisch gewählte Vereinsvorsitzende, Peter Watzal, die Versammlungsleitung. Peter Watzal gab einen kurzen Rückblick über die Aktivitäten der Bürgerinitiative in den vergangenen Wochen. Im Mittelpunkt stand hierbei die Transversalen-Wanderung die von zahlreichen Vereinsmitgliedern und von Hemsbach nach Schlierstadt durchgeführt wurde. Hierbei dankte er insbesondere der Familie Kuno Sack, der auch in diesem Jahr wieder eine Bewirtung auf dem Betriebsgelände seines Aussiedlerhofes ermöglicht hat. Die Transversalen-Wanderung unter der Regie der Bürgerinitiative NOT sei für viele zwischenzeitlich eine willkommene Gelegenheit, die Schönheit der „Toskana des Baulands“ näher kennenzulernen. Die Wanderung möchte man daher zukünftig gerne ein Stück weit zur Tradition werden lassen.  Ein weiterer Höhepunkt war der Infostand und die Unterschriftensammlung in der Kreisstadt „Mosbach“, die aus Sicht der Mitwirkenden ein voller Erfolg gewesen sei. Hierbei habe man die Erfahrung gesammelt, dass im Raum Mosbach der Bau der Transversale durchaus kritisch betrachtet wird.  

Im Anschluss an den Rückblick auf die vergangenen Aktivitäten gab der Vorsitzende einen Ausblick auf die kommenden Monate. So wird sich der Verein noch einmal mit dem Landrat und den Kreisräten treffen. Hierbei sollen das den Planungen zugrunde liegende Verkehrsgutachten und die Verkehrsmengenberechnungen durch das zuständige Sachverständigenbüro eingehend erläutert werden. Auch wird es ein Zusammentreffen mit den Stadträten und dem Bürgermeister der Stadt Osterburken geben, bei dem die Bürgerinitiative nochmals im direkten Dialog mit den Kommunalvertretern ihre Argumente gegen den Bau der geplanten Transversale vortragen will.  

Einer kritischen Betrachtung wurde die Diskussion zum Thema Transversale in Zimmern unterzogen. Hierbei stellte man fest, dass man grundsätzlich ähnliche Positionen vertritt, wenn es um die Eingriffe in die Umwelt geht, die mit dem Bau der Transversale verbunden wären. Die Bürgerinitiative NOT ist daher grundsätzlich dazu bereit mit der in Zimmern gegründeten Bürgerinitiative in einen konstruktiven Dialog einzutreten.

Hemsbach, 01.06.2007

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