Leserbriefe und Presseberichte
 

Startseite

Unsere Ziele
Jetzt nachvollziehen...

Transversale
Jetzt informieren...

Aktionen
Jetzt etwas tun...

Mitglied/Spenden
Jetzt Flagge zeigen...

Termine
Jetzt am Ball bleiben...

Leserbriefe
Meinungen zur Transversale ...

Links
Andere Seiten im Web...

Impressum
Jetzt Kontakt aufnehmen...
 

Argumente gegen die Transversale

Eigentlich ist ja schon alles hinlänglich bekannt, warum der Bau der Transversale abzulehnen ist. Ich werde trotzdem alles wiederholen, weil vielleicht dadurch noch mehr Bürger begreifen, was alles auf uns zukommen wird.

1, Das Verkehrsaufkommen, wie es durch die Shellstudie prognostiziert wird, ist viel zu hoch eingeschätzt, da die Bevölkerung zurückgehen wird (das ist keine Hypothese, das weiß man), die Benzinpreise nie mehr wirklich fallen werden und eine Familie sich daher gerademal ein Auto leisten kann und nicht 2 oder 3 wie bisher. Das werden auch die mobilen Senioren, auf die sich die Prognose u.a. stützt, nicht auffangen können.

2. Die Natur wird mal wieder mit brachialer Gewalt geschädigt, was man im Kirnautal (Ortsumgehung Adelsheim-Osterburken) unschwer nachvollziehen kann. Das kann niemals mit irgendwelchen versprochenen Ausgleichsflächen ergänzt werden. Woher sollen denn die Flächen kommen??

3. Ob die Rinschbachtalversion oder eine andere Variante gebaut wird, ist was die Zerstörung der Landschaft betrifft,  völlig unerheblich, zubetoniert wird die Fläche von 12 Fußballfeldern und da spielt der Verlauf der Straße keine Rolle.

4. Ist jedem Bürger in unserer Region eigentlich klar, was an Baubelästigung, Umleitungen, Ampeln, Baulastwagenverkehr, Schmutz und Lärm auf uns zukommt, wenn die Umgehungsstraße weitergebaut wird mit Eckenbergtunnel und Weiterführung der Straße in Richtung Schefflenz, Bau der „kleinen Umgehung“ von Adelsheim mit Führung über die Auwiesen, und dann noch die Transversale, die wie der Eckenbergtunnel auch auf Adelsheim-Nord eintreffen würde? Jahre würden vergehen, bis Normalität einkehrte..

5. Die Kosten werden bestimmt nicht bei 13-14 Mio Euro bleiben, Das zeigt die Erfahrung bei allen Bauplanungen, privat oder der öffentlichen Hand. Also werden wir uns weiterhin hoch verschulden bis in die nächsten Generationen.  Gespart wird dann wieder an Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten, Personal im öffentlichen Dienst..... Die Liste ließe sich noch beliebig verlängern.

6. Die Transversale würde auf jeden Fall eine Maut-Ausweichstrecke werden. Auch wenn dies immer wieder verneint wird. Wollen wir wirklich, dass der LKW-Verkehr über die Transversale donnert statt auf den Autobahnen zu bleiben?

7. Es gibt bereits drei Straßen, die in Richtung Buchen-Walldürn führen. Wozu brauchen wir eine vierte? (Ich höre die Ortsvorsteher der Gemeinden Zimmern, Bödigheim, Eberstadt, Schlierstadt, Bofsheim jetzt  aufschreien, weil hier der Durchgangsverkehr in Richtung Buchen verläuft).

8. Ob die Transversale eine Bundes-, Kreis-, Land- oder Gemeindeverbindungsstraße wird, ist doch völlig nebensächlich. Bezahlt wird ohnehin alles vom Steuerzahler

9. Man redet solche Projekte immer schön, wenn man das Argument der Arbeitsplatzschaffung und Firmenansiedelung mit einbringt. Eigentlich sollte der Industriepark RIO aus allen Nähten platzen, da er doch an der Autobahn liegt. Es haben sich zwar Firmen angesiedelt, aber angesichts der Autobahnnähe müssten es viel mehr sein. Das Industriegebiet IGO dagegen liegt nicht an der Autobahn und hat doch bedeutende Firmen auf dem Gelände. 

Am Schluß soll noch eine Frage gestellt werden: Warum ist die CDU eigentlich immer für den Straßenbau und nie dagegen? Bei Abstimmungen im Kreistag, Gemeinderat, Landtag, Bundestag ist die Partei mit dem C immer vornedran, wenn es gilt, eine neue Straße oder ein anderes Großprojekt wie Stuttgart 21, Transrapid u.ä. zu planen. Eigentlich sollte diese Partei sich auf ihre christliche Pflicht besinnen und Schäden von der Natur abwenden anstatt sie zu verursachen. Wenn wir unseren Kindern und Enkeln keine zerstörte Umwelt und Landschaften und immense Schulden hinterlassen wollen, gibt es nur eine Lösung: die Nullversion der Transversale.  

Gabriele Genieser
Adelsheim, Nov.2007

Zurück