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Leserbrief zum "Artikel Seckach ist gegen die Transversalen - Variante II f" vom 18.05.2007 Grundsätzlich
kann man den Bedenken des Ortschaftsrates von Zimmern nur beipflichten, wenn
er feststellt, dass die Variante II f der geplanten Transversale zwischen
Eberstadt und Zimmern einen schweren Eingriff in die Landschaft, Natur,
Flora und Fauna darstelle. Es ist auch richtig, dass Zimmern durch den
anfallenden Geländeverbrauch stark belastet wird. Hierbei wird sogar eine
Benachteiligung im Lasten-Nutzen-Vergleich bemängelt. Man befürchtet sogar
eine Zunahme des Verkehrs im Seckachtal, den man durch dieses Straßenbauprojekt
eigentlich verringern will. Auch die Teilung des Zimmerner Flures wird als
negative Folge des Projektes angesehen. Liebe
Bürger von Zimmern, all diese Argumente treffen auch auf die Bürger von
Schlierstadt und Hemsbach zu. Beide Gemeinden haben überhaupt keinen Nutzen
vom Bau der „Transversale“. Sie tragen ausschließlich die Lasten dieses
Projektes. In Schlierstadt wird ertragreicher Flur und landwirtschaftlicher
Boden geteilt und versiegelt. Im Bereich des Klosterwaldes werden bisher
intakte Biotope und Erholungsräume, die im Übrigen auch gerne von Bürgern
aus Zimmern aufgesucht werden, zerstört. Im reizvollen Rinschbachtal, wird
beim Bau der Variante II a ebenfalls eine massive Brücke gebaut und eine
wunderbare Landschaft auf Dauer zerstört. Hinzu kommt ein weiteres Brückenbauwerk
im Seckachtal, das nur wenige hundert Meter entfernt, im Rahmen des Baus der
Umgehungsstraße Adelsheim Osterburken entstehen wird. Eine Verkehrsentlastung
für Schlierstadt und Hemsbach wird die Transversale nicht bringen, da der überwiegende
Anteil des bisherigen Verkehrs örtlicher Quellverkehr sein dürfte, der auch
nach dem Bau der Transversale vorhanden sein wird. In Hemsbach führt man die
Trasse wenige hundert Meter an einen reizvollen, erst vor wenigen Jahren
erschlossenen Wohngebiet vorbei, in dem sich viele junge Familien eine
familienfreundliche und lebenswerte Wohnumwelt geschaffen haben, was übrigens
heute ein wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von
Dienstleistungsunternehmen darstellt! Wenn Zimmern eine Schieflage im
Lasten-Nutzen-Vergleich bemängelt, dann erst recht doch wohl Schlierstadt und
Hemsbach. Wäre es da nicht fairer, zwar die Interessen der eigenen Bürger zu
vertreten, aber sich bei Aussagen pro Transversale etwas mehr zurückzuhalten.
Bleibt zu hoffen, dass insbesondere der Ortschaftsrat von Schlierstadt und der
Stadtrat von Osterburken bald ähnlich deutlich die Belastungen des Projekts für
ihre Bürger erkennen und vertreten und die betroffenen Kommunen gemeinsam zu
Ergebnis kommen, dass die Transversale insgesamt unter dem Strich für alle
ein Verlustgeschäft ist. Wolfgang Beckert
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