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Einsatz
gegen Straßenbauprojekt geht weiter
Für Bürgerinitiative
„Natur oder Transversale“ ist Arbeit auch nach Kreistagsbeschluss
nicht zu Ende
Osterburken.
Die Bürgerinitiative „Natur oder Transversale“ e.V. (NOT) hielt bei ihrem
Jahresabschlusstreffen dieser Tage im Hemsbacher Bürgersaal Rückblick auf
ein arbeitsreiches Jahr. Die Mitglieder waren sich zugleich darin einig, dass
ihr Einsatz gegen das geplante Straßenbauprojekts trotz der grundsätzlichen
Entscheidung des Kreistags für den Bau noch nicht beendet ist.
Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Peter Watzal, dankte den Mitgliedern für
ihr im Jahr 2007 gezeigtes Engagement. Das Jahr sei für die Aktiven in der Bürgerinitiative
sehr arbeitsreich gewesen. So habe man bei verschiedenen kommunal- und
parteipolitischen Ausschüssen auf Landkreisebene die Argumente der Bürgerinitiative
NOT gegen den geplanten Neubau einer Transversale zwischen Eberstadt und
Adelsheim vorgetragen.
Wichtigster Termin sei hierbei die Vorstellung der NOT - Argumente bei der
Tagung des Verkehrsausschusses des Kreistages in Mudau gewesen. Dass der
Ausschuss trotzdem dem Kreistag die Empfehlung gab dem geplanten Straßenneubau
zuzustimmen, ist nach Auffassung der Bürgerinitiative Ergebnis der
Fraktionsdisziplin innerhalb der Parteien. Diese lasse dem Einzelnen wenig
Entscheidungsspielraum, stellte der zweite Vorsitzende der Bürgerinitiative,
Wolfgang Beckert, fest. Man wisse aber, dass einzelne Kreisräte eine
„differenzierte“ Haltung zu dem Projekt hätten. Dass der Kreistag am 19.
November in Merchingen dem Projekt mehrheitlich zugestimmt hat, habe nicht überrascht.
Dennoch sei die Arbeit der Bürgerinitiative nicht erfolglos gewesen, denn
ohne ihr Engagement hätte es keine derart intensive Variantendiskussion und
Vorprüfung gegeben, betonte Vorsitzender Watzal.
Einig waren sich die NOT - Mitglieder darin, dass ihre Arbeit gegen das
geplante Projekt mit dem Beschluss des Kreistages nicht beendet ist. So werde
man Landrat Dr. Brötel beim Wort nehmen und sich intensiv in das
Planfeststellungsverfahren einbringen. Insbesondere werde man die
Umweitschutzauflagen und die Ausgleichsmaßnahmen einer kritischen Betrachtung
unterziehen. Hierbei gelte es auch, Forderungen der betroffenen Anwohner,
insbesondere von Hemsbach, zum Schutz vor Lärm und Abgasen zu formulieren und
durchzusetzen. Man werde großen Wert darauf legen, dass das bisher noch nicht
zugängliche Umweltgutachten offengelegt wird. Bisher lägen offenbar auch den
Kreistagsmitgliedern lediglich Auszüge daraus vor. Das neue Umweltschutzrecht
berge einige Unbekannte, deren Folgen für das Projekt noch nicht zu
kalkulieren seien. Weiter wurde betont, dass sich die Bürgerinitiative auch
als Ansprechpartner für Bürger versteht, die im Flurbereinigungsverfahren Flächen
für den Straßenbau zur Verfügung stellen müssen.
Die kommenden Monate werde man dazu nutzen, um das Thema „Transversale“
auf Ebene der Landesbehörden zu diskutieren. Im Frühjahr wird die erste
Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative stattfinden. Man erwartet, dass
die Zahl der Mitglieder weiter wächst, zumal im Planfeststellungsverfahren Bürger
erstmals konkret von dem Straßenbau betroffenen würden.
Dezember 2007
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