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Leserbrief "Grauenhafte Vorstellung - Transversale beschlossen "  Herbst 2006

„Als bei der Info-Veranstaltung am 16. Mai in Schlierstadt Landrat Dr. Brötel lässig und bewusst leutselig vor dem Hintergrund einer beachtlichen Berater- Phalanx versuchte, das Projekt „Transversale“ zu vermitteln, war mir schon vorher klar, dass es, sich hier um eine beschlossene Sache handelt, die nun geschickt  verkauft werden soll.

Ich frage: Kann dieses Ansinnen nicht verhindert werden? Das Hauptproblem der Verkehrsmisere ist der Schwerlastverkehr, rollende Lagerhäuser. Weil es den Verantwortlichen nicht gelingt, das Machbare zu machen und diese Transporte auf die Schiene zu bringen, die ohnehin nicht ausgelastet ist, werden solch landschaftsverschandelnden Projekte realisiert.

Den Hemsbacher Bürgern soll nach der Ortsumgehung Adelsheim mit jahrelangem Baulärm auch noch dieses Monster „Transversale“ mit ebenfalls Jahre dauenden Behinderungen und ewig dauerndem Verkehrslärm zugemutet werden. Im Umkreis von weniger Hundert Metern stünden dann, eine grauenhafte Vorstellung, drei monströse Brückenbauwerke. Wo, so frage ich, ist der Sinn für Heimat - und Natur geblieben?
Dass dieses Straßenprojekt, das wurde vielfach schon
genannt, überwiegend den Städten Buchen und WaIIdürn dienen soll, ist zu vermuten. Dazu kommt die Sogwirkung für den Verkehr aus den angrenzenden Bereichen, der so niemals laufen würde. Dass ein Landrat, der vorher in Buchen Bürgermeister war; für dieses Projekt wirbt, hat für mich einen faden Beigeschmack und die zur Schau gestellte Bürgerfreundlichkeit täuscht mich nicht. 

Dass Bürgermeister Galm in der Ortschaftsratssitzung von Schlierstadt äußerte, er gehe nicht davon aus, dass der Landkreis sich auf eine Nullvariante einlasse, spricht  für den unbedingten Durchsetzungswillen des Landkreises.

Und der Bürger? Den braucht man bei der nächsten Wahl als Stimmvieh.

Josef Pohl, Hemsbach

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