|
Leserbriefe |
|
|
Unsere Ziele Transversale Aktionen Mitglied werden Termine Leserbriefe Links Impressum |
Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative NOT Mai 2010 Bürgerinitiative
NOT: „Umgeplante Transversale entspricht nicht mehr der Osterburken. Zur
Jahreshauptversammlung 2010 trafen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative
„Natur oder Transversale“ (NOT) Mitte Mai im Osterburkener Stadtteil
Hemsbach. Auf der Tagesordnung standen neben dem Tätigkeitsbericht der
Vorstandschaft auch Neuwahlen sowie aktuelle Informationen zum geänderten,
Trassenverlauf, der im Planfeststellungsverfahren befindlichen Transversale
zwischen Eberstadt und Adelsheim (K 3973). Als besondere Gäste der
Jahreshauptversammlung konnte der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Peter
Watzal aus Hemsbach, Bürgermeister Jürgen Galm, Kreisrat Dr. Xaver Nafz,
Stadtrat Rainer Miksch und Ortsvorsteher Christoph Groß begrüßen. Peter
Watzal berichtete über die Aktivitäten der Bürgerinitiative NOT im zurückliegenden
Jahr. Schwerpunkt der Arbeit der Bürgerinitiative war die intensive
Auseinadersetzung mit der Planung der Transversale und dem hierzu erstellten
Umweltgutachten. Hierzu habe man auch die Fachkompetenz des Freiburger
Rechtsanwaltsbüros Fridrich, Schotten und Bannasch in Anspruch genommen und
umfangreiche Einwände gegen die Planung der Transversale fristgerecht beim
Regierungspräsidium Karlsruhe vorgelegt. Nach dem Bericht des Vorsitzenden
erfolgten die Berichte des Schriftführers, der Kassierer und der Kassenprüfer,
die dem Kassierer eine einwandfreie Buchführung bescheinigten. Einstimmig
erfolgte die Entlastung des Vorstands der Bürgerinitiative NOT. Unter
Wahlleitung von Bürgermeister Jürgen Galm, erfolgte die Wahl des neuen
Vorsitzenden. Zum ersten Vorsitzenden wurde Peter Watzal einstimmig wiedergewählt.
Zum zweiten Vorsitzenden wurde Wolfgang Beckert aus Adelsheim gewählt.
Kassierer wurde Alfred Blatz und Schriftführer wurde Christian Granitzer.
Beide stammen aus Hemsbach. Zu Beisitzern wurden Bernd Albrecht und Thomas
Seibert, ebenfalls beide aus Hemsbach sowie Wolfgang Wachter aus Schlierstadt
gewählt. Gemeinsam mit den anwesenden
Gästen wurden die jüngsten Entwicklungen bei der Trassenplanung für die
Transversale im Bereich des Rinschbachtals erörtert. Aufgrund eines zu eng
geplanten Kurvenradius vor der Anbindung der Transversale (K 3973) an die
Umgehungsstraße Adelsheim-Osterburken (B 292) im Bereich des Eckenbergs im
Rinschbachtal, musste die Trassenführung dort grundlegend umgeplant werden.
Statt des, nach den geltenden Richtlinien über von den Ausbau von Kreis- und
Landesstraßen, vorgeschriebenen Kurvenradius von 150 Metern wurde dieser mit
nur 50 Metern geplant und ist damit nicht genehmigungsfähig, wie das
Regierungspräsidium Anfang des Jahres festgestellt hatte. Bürgermeister Galm
stellte nochmals die Haltung der Stadt Osterburken zum geplanten Straßenbauprojekt
dar. So wendet sich die Stadt Osterburken nicht gegen die Transversale im
Gesamten, sondern lediglich gegen eine Anbindung im Rinschbachtal. Die Einwände
hiergegen habe man ebenfalls durch einen Fachanwalt aus Karlsruhe in das
Planfeststellungsverfahren eingebracht. Die Stadt Osterburken favorisiere
einen westlicher gelegenen Trassenabstieg ins Seckachtal und dort die
Anbindung an die noch zu bauende Umgehungsstraße Adelsheim-Osterburken (B
292). Von den Vertretern der Bürgerinitiative NOT wurde nochmals betont, dass
sie die Planrechtfertigung für die Transversale insgesamt nicht für gegeben
sieht. So stünden die Eingriffe in die Landschaft, der Flächenverbrauch und
insbesondere die zu erwartenden Kosten in keinem angemessenen Verhältnis zu
den zu erwartenden Verkehrsentlastungen und angeblich wirtschaftsfördernden
Wirkungen der Transversale. Insbesondere seien die Verkehrszahlen viel zu
gering für einen Straßenneubau dieser Größenordnung und beruhten auf einer
Prognose für das Jahr 2020, deren Berechungsgrundlagen aufgrund der aktuellen
Wirtschaftslage nicht mehr zutreffend sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen
Finanzlage des Landes Baden-Württemberg, das zwei Drittel der Baukosten zu
tragen hätte und der angespannten Lage des Haushalts des
Neckar-Odenwald-Kreises sieht die Bürgerinitiative NOT keine Möglichkeit,
die Transversale in einem gegenüber dem Steuerzahler verantwortbaren
finanziellen Rahmen zu finanzieren. Die Bürgerinitiative fordert
deshalb eine politische Neubewertung des Straßenbauprojekts. Insbesondere
stellte sich für die Diskussionsteilnehmer auch die Frage, ob der jetzt
aufgrund von Planungsfehlern in wesentlichen Teilen umgeplante Trassenverlauf
im Bereich des Rinschbachtals noch der Beschlusslage des Kreistags zum Bau der
Transversale entspreche oder ob hierfür nicht eine neue Beschlussfassung der
Kreisräte erforderlich sei. Hierbei handle es sich um eine vollkommen neue
Trasse. Die Neuplanung sei darüber hinaus, mit nicht zu vernachlässigenden
zusätzlichen Kosten und wesentlich intensiveren Landschaftseingriffen im
Bereich des Eckenbergs verbunden, die aus Sicht der Diskussionsteilnehmer eine
neue Bewertung des Projekts und neue Beschlussfassung des Kreistags unumgänglich
machen. (Geänderter
Kurvenradius) Vertreter aus Hemsbach gaben zu bedenken, dass mit dem erweiterten Kurvenradius der umgeplanten Anbindung der Transversale, eine dreißig bis vierzig Meter hohe, halbrunde Steilwand im Eckenberg entstehe, die Schallwellen wie ein Parabolspiegel in Richtung des Hemsbacher Neubaugebiets reflektiere und dies zu unzumutbaren Lärmbeeinträchtigungen der Bewohner führe. Einig war man sich in jedem Fall, dass man im Falle der erneuten Offenlegung der Planfeststellungsunterlagen, die für den Sommer 2010 zu erwarten ist, entsprechende Einwände, die sich aus der Neuplanung ergeben, in das Verfahren einbringen werde. Mit Spannung erwarte man dann auch die Erörterung der bereits im August letzten Jahres vorgetragen Einwände der Bürgerinitiative durch das Regierungspräsidium Karlsruhe als zuständige Planfeststellungsbehörde. Wolfgang Beckert
|
|
|