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Aufgewacht!

Werden nun die Bildstöcke unserer christlich geprägten Heimat durch Verkehrsschilder ersetzt? Zieht jetzt immer mehr der Glaube ein, dass alles machbar ist, was sich der Mensch vornimmt. Wird nicht auf den Altären der Eitelkeit die Vernunft des Menschen geopfert?

Ein Beispiel von vielen: Erst versiegelt man große Flächen unserer Landschaft mit Beton und Asphalt, dann sind Rückhaltebecken notwendig, um das Hochwasser zu bändigen. Ist das ein neuer Weg, um Arbeitsplätze zu schaffen? Erst zerstören, dann mit großem Aufwand in irgendeiner Form wieder aufbauen; sozusagen Schöpfung von Menschenhand.
 
Wird nun wieder das alte Spiel „David gegen Goliath“ betrieben? Wo bleibt die Waffengleichheit? Das „offene Visier“ kennen wir schon. Wenn der Bürger klagt, müssen er und seine Mitstreiter die Kosten eines Verfahrens alleine tragen; die Behörden haben einen Apparat, und kaum einer der Verantwortlichen muss für die Kosten eines Rechtsstreites aufkommen, nur der Souverän, auch Bürger genannt. Kennen wir das nicht: „Die Ruhe ist des Bürgers erste Pflicht“. Gott sei Dank gibt es eine freie Presse, in der sich der Bürger artikulieren kann.

Wo sind die „Robin Hoods“ des Umweltschutzes? Wo sind die Mitstreiter mit der eigenen Meinung, die für den Schöpfungsauftrag eintreten und ihren Enkeln das Erbe erhalten wollen? Was nützt es den Gästen und Erholungssuchenden, wenn sie auf schnellen Straßen in unsere Region kommen und eine geschundene Landschaft antreffen. Heimat, Natur oder Straßen pur.

Ich rufe allen Mitbürgern zu: Aufgewacht! An euren Hütten wird gerüttelt.

Josef Pohl
Hemsbach, 2006

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