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Profitiert Handwerk von Transversale?
Zum Artikel „Handwerkerschaft will Transversale“ (22.9.), in dem sich
der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft für das Straßenbauprojekt
ausspricht, wurde folgender Leserbrief verfasst:
Sehr geehrter Herr Banschbach, Sie plädieren für den Bau der Transversale
Adelsheim - Eberstadt, weil ein leistungsfähiges Straßennetz ein
herausragender Standortfaktor sei. Leider begründen Sie Ihre Auffassung
nicht. Der Neckar-Odenwald-Kreis verfügt bereits über ein noch leistungsfähiges
Straßennetz. Wer aber genau hinschaut, der sieht, dass der Kreis dieses Netz
bereits jetzt schon nicht mehr in einem akzeptablen Zustand erhalten
kann.
Gleichzeitig beabsichtigt er aber den Neubau einer Strecke, deren Finanzierung
nicht gesichert ist bzw. die durch Schuldendienst zukünftige Generationen
belasten wird. Nach meiner Meinung soll das Straßennetz nicht nur leistungsfähig,
sondern auch sicher sein. Bei den derzeit zum Teil schadhaften Fahrbahndecken
ist aber die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer in Frage gestellt. Vor diesem
Hintergrund sehe ich eine Strecke von sieben Kilometern weder als sinnvollen
Beitrag für ein leistungsfähiges Netz an, noch möchte ich in Kauf nehmen,
dass dafür die Straßenbaugelder des Kreises auf Jahre beansprucht werden und
das bestehende Straßennetz weiter verrottet.
Und dies dafür, dass Handwerker vielleicht fünf Minuten früher auf der
Baustelle sind. Wird die Transversale gebaut, so werden sicherlich die
Betriebe im Kreis von höheren Hebesätzen als Beitrag zur Finanzierung der
Straße „profitieren“.
Bernd Albrecht
Hemsbach, 04.10.2007
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